EMDR

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Querverweise:
EMDR im Heilnetz

Kategorie: Psychotherapie, Trauma-Therapie
Autorin: Conny Dollbaum, Heilpraktikerin
Quelle: Eigene Zusammenstellung
Datum: 18.02.2011

Begriffserklärung:
Abkürzung für „Eye Movement Desensitization und Reprozessing“, eine von Francine Shapiro entwickelte Methode der Traumatherapie.

Beschreibung:
EMDR arbeitet mit der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Menschen mit Trauma-Erfahrung werden häufig von plötzlichen Erinnerungen, „Flashbacks“  und damit einhergehend einer Überschwemmung von Empfindungen und Eindrücken geplagt. Es scheint, als habe das Gehirn Teile der Erfahrung nicht oder nicht genügend verarbeiten und integrieren können.

Neurobiologische Forschungen zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen gerichteten Augenbewegungen und der Verarbeitung emotionaler Eindrücke gibt. Dies macht sich EMDR zu Nutze:
Nach einer Stabilisierung der KlientInnen kann durch spezielle Bewegungen der Augen bei gleichzeitiger Erinnerung des Traumas eine nachträgliche Integration stattfinden. Das Vorgehen bei EMDR ist streng strukturiert und erfordert viel Erfahrung seitens der BehandlerInnen.

Für wen und wann?
Für Menschen mit Traumatisierungserfahrungen unterschiedlichster Art (Kriegserlebnisse, Gewalterfahrungen, Opfer von Katastrophen)

Gegenanzeigen:
EMDR gehört ausschließlich in die Hand erfahrener und gut ausgebildeter PsychotherapeutInnen.
Eine Auseinandersetzung der Klientin mit dem traumatischen Ereignis muss möglich und erwünscht sein und setzt entsprechende Stabilisierungsarbeit voraus.