Medi-Taping
Kategorie: Medikamentenfreie Schmerztherapie, Reflextherapie
Autorin: Stefani Witteborg, Physiotherapeutin
Die Fotos wurden freundlicherweise von der Firma Schmerz und Tape GmbH zur Verfügung gestellt.
Quelle: Eigene Zusammenstellung
Datum: 10.08.2010
Medi-Taping wurde von Dr. Dieter Sielmann aus dem Kinesio-Taping des japanischen Arztes Dr. Kenzo Kase weiterentwickelt.
Medi-Tapes, das sind elastische, latexfreie, verschieden-farbige und medikamentenfreie Klebebänder aus Baumwolle mit 100% einseitiger Acrylharzbeschichtung, die in unterschiedlicher Weise auf die Haut aufgebracht werden.
Die Kinesiologie ist ursprünglich die Lehre von den inneren und äußeren Bewegungen und dem Bewegt-Sein des Menschen (kinein = bewegen, Logos = Lehre). Alle aus dem Kinesio-Taping entwickelten Taping-Arten bringen also den Menschen wieder in Bewegung, indem sie die Schmerzfortleitung beeinflussen, die Muskelfunktion verbessern, die Stoffwechselaktivität fördern, das Lymphsystem anregen und sich positiv auf das Energiesystem des Körpers, die Meridiane auswirken. Dies geschieht durch bestimmte Anlagetechniken der Tapes, die die Mechanorezeptoren in der Haut stimulieren und so Regulierungsmechanismen aktivieren.
Einer der besonderen Ansätze des MediTaping bei muskulo-skelettalen Beschwerden liegt in der Beachtung der Statik. Vor dem Tapen der schmerzhaften Muskulatur oder Gelenke wird die Statik überprüft und wenn nötig korrigiert - denn nur auf einem stabilen Fundament lässt sich aufbauen. Hierzu werden Akupunkturpunkte oder sogar ganze Meridianverläufe in die Behandlung mit einbezogen. Bei der Versorgung der schmerzhaften Muskulatur werden bestimmte Triggerpunkte berücksichtigt. Werden Schmerzen durch periphere Nervenbahnen verursacht, so können auch diese je nach Ursache mit einem Tape gelindert oder beseitigt werden.
Wann ist MediTaping hilfreich?
Bei chronischen Schmerzen ist MediTaping eine gute unterstützende Therapie zu anderen möglichen Behandlungen.
Liegt eine Erkrankung des Lymphsystems vor (Lymphödeme), so wird MediTaping parallel zur Entstauungstherapie eingesetzt –es kommt zur Druckreduzierung und Entlastung im betroffenen Gewebe.
Narben nach Operationen stellen häufig ein funktionelles und energetisches Störfeld für den Körper dar –auch dies ist ein besonderes
Einsatzgebiet für das Taping:
Die Farben der Tapes haben unterschiedliche Wirkungen. Farben werden über unseren Sehsinn als Produkt der wahrgenommenen Schwingung und Energie des Lichtes erzeugt. Diese Schwingungen nimmt der Körper auch über die feinen Nervenenden der
Hautoberfläche war. Beispielsweise wirkt „Rot“belebend, tonussteigernd und durchblutend; „Blau“hemmt, führt zur Engstellung der Blutgefäße und detonisiert; „Gelb“gleicht aus. Welche Farbe für den Körper „richtig“ist, wird kinesiologisch über einen Muskeltest ermittelt. Im Laufe der Behandlung können die Farben wechseln.Mit der Farbwahl lassen sich auch die Energiebahnen und inneren Organe des Körpers beeinflussen. Über Farben drücken wir unbewusst Befindlichkeiten aus.
MediTaping aktiviert die Selbstheilungskräfte und sorgt dafür, dass sich das funktionelle und physiologische Gleichgewicht so weit möglich wieder einstellt. Es wird in die Bereiche Schmerz-, Lymph- und Energetik Taping unterteilt.
Indikationen:
Achtsam mit mir umgehen
Rückenschmerzen: WS-Syndrom, Bandscheibenvorfall/-vorwölbung, Atlas-ISG-Blockaden, Lumboischialgien, Skoliosebehandlung
Gelenkschmerzen: akute & chronische Schulterschmerzen, Tennisellbogen, Golferarm, Knieschmerz, Arthroseschmerz, Gelenkdistorsionen
Kopfschmerzen:
Migräne, Spannungskopfschmerz, muskulärer Tinnitus, Nasennebenhöhlenentzündungen, Schwindelzustände, KISS-Syndrom, Kieferfehlstellungen („Zähneknirschen“)
Muskuläre Schmerzsyndrome: Muskelverkrampfung, Muskelfaserriss, Fersensporn, rheumatische Erkrankungen, Folgen des Schlaganfalls, Folgen der MS
Neuropathische Schmerzen: Polyneuropathie, Restless legs, Nervenverletzungen, Morbus Sudeck
Viszerale Schmerzsyndrome: Obstipation, Prostatitis, Dreimonatskoliken, Morbus Crohn, Harninkontinenz, Lymphödem, chronische Lymphstauung
Nebenwirkungen:
selten Hautunverträglichkeiten, die jedoch durch das Eincremen mit einer harnstoffhaltigen Körperlotion aus dem Drogeriemarkt oder
der Apotheke wieder abklingen
Anwendungen: PhysiotherapeutInnen, HeilpraktikerInnen, ÄrztInnen
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