TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Kategorie: Achtsame Körperarbeit, TCM
Autorin: Ina Frenzel
Quelle: Eigene Zusammenstellung
Datum: 07.02.2010

Hintergrund/ Kontext
Die zunehmende klinische Erfahrung seit dem Beginn von Akupunktur und Moxibustion wurde anhand daoistischer Prinzipien und Einflüssen aus dem Buddhismus und Konfuzionismus zu einem Medizinsystem ausgebaut.
Eines ihrer ältesten Lehrbücher, das Huang Di Nei Jing (Der Klassiker des Gelben Kaisers) ist über 2500 Jahre alt.

Die Bezeichnung der Traditionellen Chinesischen Medizin erhielt diese Heilkunst erst in der Kulturrevolution unter Mao. Er reformierte die chinesische Medizin zu einem standardisierten Medizin- und Gesundheitssystem. Dabei entfernte er alle religiösen und metaphysischen Elemente, die in Umwegen über Taiwan und andere asiatische Länder erhalten blieben. Mitte des 20.Jahrhunderts aber bewahrte er im Zuge der wissenschaftlichen Erfolge der westlichen Medizin die Chinesische Medizin vor Ansehensverlust und Untergang.

Beschreibung
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein umfassendes Gesundheitsmodell. Neben der Behandlung von Krankheiten liegt ihr Wert in der Früherkennung von energetischen Unausgewogenheiten und kann auf diesem Weg Krankheiten vorbeugen, bevor sie sich manifestieren. Im Chinesischen Medizinsystem bedeutet Gesundheit freies Fließen von Qi (der Lebensenergie) in den Leitbahnen (den Meridianen). Krankheit entsteht folglich dann, wenn die fließende Lebensenergie in ihren Bahnen gestört oder unterbrochen ist.

Die hierdurch auftretenden Symptome und Veränderungen in den Vitalfunktionen oder in den Emotionen werden in ein im Laufe der Epochen durch Beobachtung und Erfahrung entstandenes Bezugsmodell systematisiert.
Nach der Anamnese, dem Erstgespräch mit ausführlicher Befragung wird  inklusive der Puls- und Zungendiagnose die TCM- Diagnose gestellt.

Die einzelnen Phänomene werden in das Modell von Yin und Yang, das der Fünf Wandlungsphasen, der Funktionskreise oder in die Leitbahntheorie aufgenommen. So werden aus vielen Einzelsymptomen chinesische Syndrome. Aus diesen Syndromen erschließen sich die Therapiekonzepte:

1. Welches therapeutische Verfahren aus dem Kanon der Chinesischen Medizin Anwendung findet:

  • Kräuterheilkunde
  • Akupunktur
  • Moxibustion
  • Diätetik
  • Tuina
  • Qi Gong

2. In welcher Art das jeweilige Verfahren genutzt wird, zum Beispiel, welche Kräutermischung, welche Akupunkturpunkte, welche Qi Gong- Übung hilfreich ist.

Für wen und wann?
Für alle. Sowohl akute Erkrankungen, die nicht dringlicher Schulmedizin bedürfen als auch chronische Zustände, die sich oftmals der westlichen Herangehensweise entziehen.

Gegenanzeigen
Keine!

Preise und Bedingungen
Die Anamnese inklusive Puls- und Zungendiagnose dauert meist 1 bis 2 Stunden und liegt bei Kosten ab 60,-  Euro
Behandlungen finden je nach Fall wöchentlich oder im Abstand mehrerer Wochen statt und kosten 40,- bis 80,- Euro. Chinesische Medizin wird von entsprechend ausgebildeten ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen ausgeübt, die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Behandlung leider noch nicht, wohl aber Private und Zusatzversicherungen.